Überproduktion vermeiden
In diesem Jahr hat das Küchenteam bereits einige Abläufe geändert, um zu verhindern, dass Lebensmittel in die Tonne wandern. "Früher war die Devise, dass es alle Gerichte bis zum Schluss geben muss", sagt Ursula Dumsch, Geschäftsführerin des Hochschul-Sozialwerks Wuppertal (HSW). Jetzt werde in der Hauptmensa ab einer bestimmten Uhrzeit nicht mehr nachproduziert.
Zusätzlich erhalten Studierende seit dem 1. November in den letzten 15 Minuten vor Mensaschließung 50 Prozent Rabatt auf ihr Essen. Je weniger Essen im Müll landet, desto eher könne das HSW die Preise für die Studierenden stabil halten, so Dumsch.
Ursachen der Lebensmittelverschwendung finden
Seit Mitte November werden zusätzlich vier Wochen lang die Lebensmittelabfälle gewogen – und zwar getrennt nach den Bereichen Lager, Produktion, Überproduktion und Tellerrücklauf. Daraus sollen Strategien entwickelt werden, an welchen Stellen Müll vermieden werden kann.
Bei diesem Vorhaben wird das Hochschul-Sozialwerk von United Against Waste unterstützt. Der Verein weiß aus Studien, dass bis zu 30 Prozent an Abfall eingespart werden kann.
Klimaneutralität als Ziel
Die Hochschul-Sozialwerke NRW haben sich das Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu werden. Bis dahin sei nicht viel Zeit, so Ursula Dumsch vom HSW. Deshalb müsse jetzt der Prozess angestoßen werden, um das Ziel zu erreichen.
Nach Angaben der Vereinten Nationen landen jedes Jahr bei der Außerhaus-Verpflegung wie in Kantinen, Mensen und Altenheimen knapp zwei Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll.
Weniger Lebensmittel im Wuppertaler Mensa-Müll - WDR Nachrichten
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