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Tuesday, August 3, 2021

Ungewöhnliche Diät: Sohn von Angelo Kelly isst nur noch fünf Lebens­mittel - RND

Nach Corona: Wie wir in Zukunft Lebensmittel einkaufen und essen - Augsburger Allgemeine

Die Corona-Epidemie hat die Weise beeinflusst, wie wir Lebensmittel einkaufen, sagen Experten. Warum trotz häufigeren Online-Angeboten der Wochenmarkt nicht aussterben wird.

Wer noch nie etwas von „Real Omnivore“ gehört hat, sollte jetzt aufpassen. Der moderne Begriff für „Allesesser“ beschreibt einen zukunftsweisenden Ernährungsstil, der sich vor allem nach der Pandemie etablieren könnte. In der Krise wurde der Alltag, die Ernährung und auch Lebensmittelbeschaffung auf den Kopf gestellt. Man erinnert sich an Zeiten, in denen Supermarktregale leer geräumt waren und Hefe so schwer zu bekommen war wie derzeit zur Urlaubszeit der offizielle Corona-Impfpass. Doch was bleibt von diesem Ausnahmezustand? Auf dem Ernährungsmarkt zeigen sich erste Folgen der Anpassung in der Krise.

Seit Corona werde mehr Lebensmittel online bestellt

Eva Stüber ist Leiterin der Abteilung Research und Consulting am Institut für Handelsforschung in Köln (IFH). Sie forscht vor allem zum Thema Onlinelebensmittelhandel. Und hat dabei etwas festgestellt: „Der Online-Anteil des Markts ist von 1,4 im Jahr 2019 auf 2 Prozent im letzten Jahr gewachsen“, sagt sie im Gespräch mit unserer Redaktion.

Das bedeutet unter anderem, Lebensmittel wurden während der Pandemie vermehrt über Lieferangebote eingekauft. Dabei sind wie aus dem Nichts neue Angebote wie "Gorillas" aufgetaucht, ein Lebensmittel-Lieferant, der vor wenigen Wochen auch in Augsburg startete.

Innerhalb von zehn Minuten liefern die Gorillas-Fahrer Lebensmittel bis an die Haustüre.

Foto: Annette Riedl, dpa

Gorillas & Co: Neue Anbieter drängen auf den Markt

Der Lebensmittelmarkt scheint vor allem von neuen Unternehmen, die schnell expandieren, besetzt zu werden. Stüber meint: „Der Raum öffnet sich.

Das heißt nicht, dass der stationäre Handel verschwinden wird. Aber die Rolle wird sich verändern. Mit den Online-Angeboten geht es eher darum, den Alltag effizienter zu gestalten. Und neben dem Lebensmittelhandel, der sich den Veränderungen bereits stellt, boomt gerade im Bereich der frischen Produkte zum Beispiel der Wochenmarkt wieder.“ Der Einkauf von frischen Produkten sei abzugrenzen von schnellen Bequemlichkeitseinkäufen.

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Und auch Lidl, Aldi, Kaufland und Co. werden also nicht verschwinden – wenngleich einige Supermarktketten selbst versuchen, ihr Lieferangebot auszuweiten. Rewe bietet schon lange Zeit an, Einkäufe ab 50 Euro Bestellwert nach Hause zu bringen. Dabei handelt es sich jedoch eher um weiter im Voraus geplante Wocheneinkäufe. Der E-Food-Spezialist Matthias Schu erklärte gegenüber der Lebensmittelzeitung: „Die etablierten Player wie Rewe oder Picnic sind derzeit stark damit beschäftigt, ihre bestehenden Prozesse zu verbessern und die Kapazitäten zu erweitern.“ Die klassischen Unternehmen, die den Fokus auf den Wocheneinkauf legen, würden sich im Gegenteil zu Gorillas beispielsweise den Aufwand für die Lieferung innerhalb von Minuten nicht ans Bein binden.

Tegut arbeitet mit Amazon zusammen

Doch manch regionaler Supermarkt, wie die Kette Tegut beispielsweise, versucht beim digitalen Angebot nachzuziehen. In einigen Städten arbeitet Tegut mit der Internetplattform Amazon Prime Now zusammen. Die Kundinnen und Kunden bestellen sozusagen im Tegut-Laden auf der Plattform Amazon, die Ware wird in einer Filiale in Weiterstadt kommissioniert und über Amazon ausgeliefert. Was das bringt? Man spart sich vor allem den Gang zum Supermarkt. Der Nachteil? Besonders nachhaltig sind solche Online-Lebensmittelbestellungen nicht.

Seit über 25 Jahren analysiert Hanni Rützler den Wandel unserer Ess- und Lebensmittelkultur. In ihrem neuen Foodreport beschreibt Rützler drei neue Trends, die sich im Jahr 2022 durchsetzen können. Einer davon nennt sich „Zero Waste“, oder auch einfach nur: „Kein Müll“. Dahinter steckt die Idee, Müll nicht nur wiederzuverwerten oder zu recyceln, sondern gar nicht erst anfallen zu lassen, erklärt Rützler. Durch die Pandemie habe sich die Lebensmittelverschwendung noch deutlicher im Bewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten verankert. Sie vermutet, mehr Menschen werden auch dank gestiegener Kochkenntnisse sorgsamer mit Lebensmitteln umgehen, weniger wegwerfen und Reste besser verwerten. Auch unverpacktes Einkaufen auf dem Wochenmarkt gehört zum Trend der Müllvermeidung.

Trends: Weniger Verpackung, regionale Lebensmittel, Geschmackserlebnisse

Eine zweiter Essensstil, den Rützler erforscht hat, nennt sich „Local Exotics“: „Die Lockdowns haben nicht nur die Bedeutung lokaler Lebensmittelproduktion weiter verstärkt, sondern zugleich eine neue Sehnsucht nach kulinarischen Entdeckungen und exotischen Genüssen geweckt“, meint die Autorin. Ihre Trendprognose: Angetrieben vom Wunsch der Konsumierenden nach einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion, wird auch der Bedarf an lokal hergestellten Lebensmitteln weiter steigen.

Nicht zuletzt spielen vor allem entgegen aller Veganismus-Debatten die Omnivoren, also die „Allesesser“ nach Rützlers Studien eine Rolle. Sie erklärt: „Hier geht es um zukünftige Ernährungsstile. Gesunde Ernährung, die die Gesundheit des Planeten mitdenkt. Die „Real Omnivores“ stehen für eine ausgewogene, nachhaltige Ernährung, deren Leitmotiv nicht der Verzicht ist.“ Dabei hätten diese Menschen keinerlei Berührungsängste mit Food-Tech-Innovationen oder außergewöhnlichen Zutaten oder Lebensmitteln – ganz im Gegenteil, sie werden von Neugier angetrieben, auch anderes und Neues auszuprobieren.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

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Lebensmittel: Immer mehr Soja in Deutschland angebaut - STERN.de

Lebensmittel Immer mehr Soja in Deutschland angebaut

Soja-Anbau in Brasilien

Erntemaschinen fahren über ein Sojafeld in Morro Azul in Brasilien. Foto: Roberto Pera/dpa

© dpa-infocom GmbH

Die Anbaufläche für Soja hat sich in Deutschland in wenigen Jahren verdoppelt. Die Nachfrage nach dem heimischen Produkt steigt weiter. Denn in Europa sind Genveränderungen verboten.

In Deutschland wird immer mehr Soja produziert. Zwischen 2016 und 2020 habe sich die Anbaufläche der Pflanze zur Körnergewinnung von 15.800 auf 33.800 Hektar mehr als verdoppelt, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit.

Für dieses Jahr wird ein weiterer Anstieg auf 34.300 Hektar zu erwarten.

Soja wird für Sojamilch, Sojaöl sowie Fleischersatzprodukte wie Tofu oder vegetarische Grillwürstchen verwendet und kommt zudem bei Tierfutter als Eiweißlieferant zum Einsatz. Hauptanbauländer in Deutschland sind Bayern und Baden-Württemberg. Mehr als ein Viertel der Sojaanbaufläche hierzulande wurde 2020 ökologisch bewirtschaftet.

Die inländische Erntemenge von Sojabohnen habe sich seit 2016 ebenfalls mehr als verdoppelt, errechneten die Statistiker. Die Nachfrage nach heimisch angebautem Soja sei groß, nicht zuletzt, weil in Europa keine gentechnisch veränderten Sojasorten angebaut werden dürften. Dennoch decke das inländische Angebot bei weitem nicht die Nachfrage. So wurden 2020 rund 3,9 Millionen Tonnen Sojabohnen importiert, vor allem aus den USA und Brasilien.

Der Soja-Anbau und -import, etwa für Tierfutter oder Bio-Kraftstoff, ist vor allem unter Umweltgesichtspunkten umstritten, weil dafür zum Beispiel in Brasilien im Amazonas-Gebiet Wälder gerodet werden.

dpa

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Was kosten Lebensmittel "wirklich"? / Warum billiges Essen dem Planeten und seinen Bewohnern schadet - Presseportal.de

FoodUnfolded®

Was kosten Lebensmittel "wirklich"? / Warum billiges Essen dem Planeten und seinen Bewohnern schadet
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Leuven (ots)

Klimawandel, Fettleibigkeit, Kinderarbeit, Plastikverschmutzung und so weiter - all das sind Probleme und Kosten, die wir beim Lebensmitteleinkauf nicht berücksichtigen. Wie können diese versteckten Kosten so integriert werden, dass wir für unser Essen auch den wirklichen Preis zahlen und damit die tatsächlichen Kosten unserer Lebensmittel voll abdecken?

Vor Kurzem wurde in den Nachrichten über einen deutschen Supermarkt berichtet, der sein Angebot mit zwei Preisschildern versieht - eines für den an der Kasse fälligen Preis und ein weiteres für den "wirklichen Preis". Also den Preis, der der sozialen und ökologischen Wirkung der Produktion beispielsweise eines Schokoriegels oder einer Banane voll Rechnung trägt. Der deutsche Supermarkt hatte Forscher der Universitäten Augsburg und Greifswald gebeten, die tatsächlichen Kosten von 16 spezifischen Produkten zu errechnen. Das Ergebnis? Goudakäse müsste eigentlich 88% und ein Kilo Hackfleisch sogar erstaunliche 173% teurer sein! Bei Obst und Gemüse sind die Unterschiede nicht ganz so gravierend: 19% bei Bananen, 12% bei Tomaten und nur 6% bei Äpfeln. Der Unterschied bei Bio-Erzeugnissen ist ebenfalls geringer, doch selbst in dem Bereich müsste Biofleisch eigentlich mit einem Aufschlag von satten 126% verkauft werden, um die ganzen versteckten Kosten abzudecken.

Wie lassen sich die wahren Kosten für Lebensmittel berechnen?

Den wahren Preis eines Produkts zu berechnen ist eine komplexe Angelegenheit, denn: Dafür muss man zunächst wissen, was in der Kalkulation alles zu berücksichtigen ist. Umweltschädigende Faktoren wie CO2- und Stickstoffemissionen? Die verbrauchte Energie, die Folgen der Überdüngung? Und was ist mit sozialen Kosten wie Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit? Wie lassen sich Faktoren wie diese zahlenmäßig eingrenzen?

Wenn wir den Verbraucherpreis eines Produkts mit dem wahren Preis vergleichen wollen, können wir uns zwei verschiedener Konzepte bedienen: Der Preis "ab Hof" meint den Preis, zu dem das Produkt direkt beim Erzeuger verfügbar ist, also exklusive getrennt abgerechneter Transport- und Lieferkosten. Dann gibt es noch die "externen Kosten" für den Anbau, die das "wahre Preisgefälle"

bilden. Damit sind Kosten für wirtschaftliche Aktivitäten gemeint, die im "Ab-Hof-Preis" nicht berücksichtigt werden. Externe Kosten können, wenn sie direkt auf die Umwelt Einfluss nehmen, auch als "Umweltkosten" eingeordnet werden. Wenn sie sich aber direkt auf das Wohlbefinden von Menschen auswirken, dann spricht man von "soziale Kosten".

Die deutschen Forscher sind übrigens nicht die ersten, die sich an einer Berechnung dieser Art versuchen: Schon seit Längerem suchen Wissenschaftler aus den unterschiedlichsten Disziplinen nach Möglichkeiten, die externen Kosten zu entschlüsseln. Die niederländische Organisation True Price, zum Beispiel, arbeitet schon seit 2012 daran, die wahren Kosten unterschiedlicher Produkte zu errechnen und ist heute mit ihren Werkzeugen zur Messung und Monetarisierung der sozialen Auswirkungen von Produkten weltweit führend.

Zusammen mit der Initiative Sustainable Trade (IDH), der Initiative für nachhaltigen Handel, hat True Price vier Review-Studien zu den wahren Kosten von Kaffee, Kakao, Baumwolle und Tee veröffentlicht und damit eine eindeutige Auflistung von 14 verschieden Arten von externen Kosten bereitgestellt, die auf Umweltkosten und soziale Kosten aufgeteilt sind.

Diese Studien sind ein gutes Beispiel dafür, wie die tatsächlichen Kosten von Lebensmitteln auf einfache Weise berechnet werden können. Dass jedes der vier untersuchten Lebensmittelprodukte im Hinblick auf diese 14 Aspekte unterschiedlich abgeschnitten hat, hebt hervor, dass die wahren Kosten eines Produkts nicht immer von denselben Faktoren abhängen müssen. So können die tatsächlichen Kosten für ein bestimmtes Lebensmittel beispielsweise mit Umweltkosten verknüpft sein, während die für andere Produkte wiederum von den mit der manuellen Arbeit verbundenen sozialen Kosten abhängen können.

Der wahre Preis des Kakaos

Wenn wir uns den an der Elfenbeinküste angebauten Kakao anschauen, stellen wir fest, dass der kalkulierte Preis für herkömmliche Kakaobohnen bei 7,10 EUR/kg liegt. Das ist die Summe aus dem Preis ab Hof (1,35 EUR/kg Kakaobohnen) und den externen Kosten für den Anbau bzw. dem wahren Preisgefälle (5,75 EUR/kg Kakaobohnen). Das wahre Preisgefälle ist hier mehr als viermal höher als der Ab-Hof-Preis für Kakaobohnen, was wiederum zeigt, dass der Hof, was den Marktpreis angeht, enorme versteckte Kosten hat.

Soziale Kosten machen 84% der gesamten externen Kosten für den Kakaoanbau aus. Die Umweltkosten sind dagegen relativ gering, was hauptsächlich mit der spärlichen Pestizid- und Düngerbehandlung sowie dem extrem geringen bis nicht vorhandenen Wasser- und Energieverbrauch im Anbau zu tun hat. Die tatsächlichen Kosten für Kaffee aus Vietnam dagegen werden maßgeblich durch Umweltfaktoren wie Wassernutzung und -verschmutzung bestimmt. Wie Ihr seht, ist es relativ schwer zu wissen, wie viel welches Produkt kosten sollte. Aber wenn wir Schritt für Schritt daran arbeiten, können wir mit der Zeit durchaus ein Verständnis dafür entwickeln, was wir wirklich für eine Tasse Kaffee oder eine Tafel Schokolade zahlen sollten.

Warum ist es wichtig, die wahren Kosten für Lebensmittel zu kennen?

Also gut, jetzt begreifen wir zumindest im Ansatz, wie sich die wahren Kosten zusammensetzen. Aber warum ist es wichtig zu wissen, wie viel wir für ein bestimmtes Produkt zahlen sollten? Als Grund für die Darstellung der tatsächlichen Kosten neben dem Marktpreis hat der deutsche Supermarkt angegeben, seine Kunden sensibilisieren zu wollen. Doch laut True Price ist das nicht der einzige Grund, warum es entscheidend ist, diese ganzen Extrakosten abzubilden.

"Die Absicht hinter der Berechnung des wahren Preises liegt darin, Risiken zu steuern, Innovationen voranzutreiben und Umwelt- und soziale Kosten durch eine verbesserte Transparenz innerhalb der gesamten Lieferkette eines Produktes zu senken."

Das heißt, die auf diese Weise bereitgestellte Information nützt nicht nur Endverbrauchern, sondern auch Unternehmen, da diese, wenn sie die externen Kosten kennen, in der Lage sind, die Umwelt- und sozialen Auswirkungen ihres Betriebs und ihrer Lieferkette zu verbessern und damit nachhaltigere und kosteneffizientere Produktionsalternativen zu entwickeln.

Wie aber könnten diese Informationen angewendet werden, um die Produktion und den Konsum von Lebensmitteln wirklich zu beeinflussen?

Ein Plädoyer für die CO2-Steuer:

Da es unwahrscheinlich ist, dass betroffene Unternehmen von sich aus auf eine nachhaltige Produktion umstellen, raten die deutschen Wissenschaftler zur Einführung einer CO2-Steuer. Diese würde dabei helfen, die Kosten so zu verteilen, dass alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette ihren Teil bezahlen. Damit hätten die Unternehmen die Entscheidung, ob sie die externen Kosten - also die von ihnen selbst getragenen, tatsächlichen Produktionskosten - an die Konsumenten weiterreichen oder eben versuchen, diese Kosten zu eliminieren. Eine CO2-Steuer würde darüber hinaus auch dazu führen, dass die Umwelt verschmutzende Unternehmen mehr bezahlen müssen, während Unternehmen, die in eine umweltfreundlichere Produktion investieren, bevorzugt behandelt werden.

Die deutsche Studie zeigt: Wenn wir für die wahren Kosten der Produkte aufkommen würden, würden organische Lebensmittel langfristig gesehen tatsächlich billiger werden als konventionell hergestellte Waren - weil sich das wahre Preisgefälle aufgrund der kaum ins Gewicht fallenden externen Kosten für organische Produkte verringert.

Gleiches gilt für "Fair Trade"-Produkte, die in der Regel ein bisschen teurer sind, dafür aber ein wesentlich geringeres Preisgefälle haben, weil deren externe Kosten - wie bei organischen Produkten - bereits in der Produktionskette abgebildet sind. Wie eine 2017 von True Price und der britischen Organisation Trucost veröffentlichte Studie zeigt, haben "Fair Trade"-Bananen 45% geringere Kosten als der Sektordurchschnitt. Das liegt daran, dass Fair Trade den Bauern für ihre Erzeugnisse einen besseren Ab-Hof-Preis zahlt.

Mithilfe einer solchen Steuer würden spottbillige Produkte also plötzlich unglaublich teuer werden. Klar, eine CO2-Steuer würde in unserer globalisierten Welt nicht leicht umzusetzen sein. Schließlich würde es eine neue internationale Gesetzgebung erfordern, wenn man die Messlatte für alle höher setzen wollte.

Wie Supermärkte das allgemeine Bewusstsein für die wahren Kosten stärken:

Obwohl es schwer ist, das Lebensmittelsystem in Richtung einer fairen Preisgestaltung zu bewegen, sprießen immer mehr Experimente wie das des deutschen Supermarkts aus dem Boden. So hat zum Beispiel der schwedische Supermarkt The Carbon Store als weltweit erstes Unternehmen eine CO2-Steuer eingeführt, um seine Kunden für die Auswirkungen ihrer Lebensmittelkaufentscheidungen zu sensibilisieren - mit CO2 als "Ladenwährung": Wer in diesem Markt einkauft, hat ein wöchentliches Budget von 18.9 kg Kohlendioxid. Dabei sind Lebensmittel mit hoher Kohlendioxidbelastung - z.B. tierische Produkte - teurer als ihre vegetarischen Gegenparts. Das Unternehmen geht davon aus, dass diese Verfahrensweise vielen die Augen dafür öffnen wird, wie sich bestimmte Kaufentscheidungen auf den eigenen CO2-Fußabdruck auswirken.

Die Hoffnung dahinter ist, dass die Bereitstellung eines "Fußabdruck-Budgets" die Auswirkungen des Einkaufswageninhalts auf das Klima um die Hälfte reduziert. Im Vergleich dazu, hat ein dänischer Supermarkt eine App eingeführt, die den Kunden den geschätzten CO2-Abdruck ihrer Produkte vor Augen führt. Darüber hinaus haben viele weitere Marken angekündigt, ihre Produkte mit Informationen zum CO2-Fußabdruck versehen zu wollen.

Diesen Artikel, samt Quellen, und viele andere finden Sie auf foodunfolded.de. Falls Sie mehr wissen wollen oder zu FoodUnfolded® beitragen wollen melden Sie sich bei Marie unter marie.lodige@eitfood.eu.

Pressekontakt:

Marie Lödige
marie.lodige@eitfood.eu

Original-Content von: FoodUnfolded®, übermittelt durch news aktuell

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Monday, August 2, 2021

Selen in Lebensmitteln: Deswegen braucht Ihr Körper diesen Inhaltsstoff - fehmarn24

Selen ist für den Menschen lebenswichtig. Herrscht Mangel, kann das zur Erkrankung des Herzmuskels führen. Diese selenhaltigen Lebensmittel finden Sie im Garten.

Bonn – Selen gehört zu den Mikronährstoffen in Lebensmitteln und ist für die Gesundheit essenziell. Wissenschaftler weisen jedoch mittlerweile vermehrt darauf hin, dass der Selengehalt im Boden so deutlich sinkt, dass es zu einer Selen-Unterversorgung der Menschen kommen kann. Das hat fatale gesundheitliche Folgen. Gärtnerinnen und Gärtner können dem aber zuvor kommen und auf eine selenhaltige Ernährung achten. Denn auch der Garten hält viele Lebensmittel mit Selen bereit.

Grundsätzlich gibt es ein paar Lebensmittel, die besonders viel Selen enthalten. Dazu gehören zum Beispiel: Nüsse, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte. Doch auch im Gemüsegarten wachsen so einige, selenhaltige Leckereien.
Welche Gemüsesorten besonders viel Selen enthalten, weiß 24garten.de*.

Dieser steigende Mangel hat verschiedene Ursachen. Eine davon ist die Selenmüdigkeit des Bodens. Essen Menschen beispielsweise Getreide, enthält dieses Selen. Das Getreide zieht sich das Spurenelement aus dem Boden, doch dort sinkt der Selengehalt seit Jahrzehnten spürbar. Grund dafür ist, dass der Sauerstoffgehalt und pH-Wert im Boden immer weiter steigt, Ton und natürlicher Kohlenstoff jedoch immer weniger wird. *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Achtung! Diese Lebensmittel darfst du nicht in der Mikrowelle erwärmen - FIT FOR FUN

Sunday, August 1, 2021

„Schimmeliges Brot ist selten von Vorteil“ – wie man Lebensmittel richtig lagert - Berliner Zeitung

Berlin - In den vergangenen Wochen ging es an dieser Stelle um das Kühlen von Lebensmitteln, sprich meinen Kühlschrank. Der ist aber klein, hat also kein großes Fassungsvermögen, und zudem bin ich alles andere als ein sterneverdächtiger Koch.

Mein Studium zum Beispiel bestritt ich aus der abwechslungsreichen Kombination von Spaghetti Mirácoli, Fünf-Minuten-Terrinen und Döner. Nach 14 Semestern hatte ich die Schnauze nicht nur vom Studieren, sondern auch von meinen Kochkünsten mehr als gestrichen voll. Seitdem sind ein paar Jährchen vergangen und mittlerweile ernähre ich mich recht gesund, bin aber immer noch kein guter Koch. Daher ist Improvisation in der Küche wahrlich nicht meine Stärke und ich bin schon stolz wie Bolle, wenn ich zwei Zutaten zu einem Gericht kombinieren kann und wenn ich das Ganze dann auch noch zusammen fertig auf den Tisch bringe. Also beispielsweise die Zubereitung von Spinat und Kartoffeln. Für mich ein echtes Abenteuer, weil ich nie abschätzen kann, wann der Spinat fertig sein könnte und wann die Kartoffeln gar sind. Na ja, so wird’s mir wenigstens nicht langweilig am Herd.

Berliner Verlag

Die Wochenendausgabe

Dieser Text ist in der Wochenendausgabe der Berliner Zeitung erschienen – jeden Samstag am Kiosk oder hier im Abo. Jetzt auch das neue Probe-Abo testen – 4 Wochen gratis

Am 31. Juli/1. August 2021 im Blatt: 
Vor exakt 30 Jahren wurde der Serienmörder Wolfgang S. gefasst, der als Hüne in Frauenkleidern sechs Menschen tötete. Was trieb ihn um?

Wie „grün“ sind die Wahlprogramme? Ein Klimaforscher prüft die Versprechen

Börsencrash in China: Warum die KP-Politik kalkuliert statt chaotisch ist

Ungenierter Sex im Freien: Der Tiergarten hat einschlägigen Clubs den Rang abgelaufen

Kult statt Kitsch: Warum ein Krabbencocktail einfach glücklich macht. Das Rezept der Woche

https://berliner-zeitung.de/wochenendausgabe

Penibel achte ich indes auf die richtige Aufbewahrung meiner Lebensmittel, nachdem ich mal eine Fruchtfliegeninvasion hatte, der ich wochenlang kaum Herr wurde. Ein anderes Mal öffnete ich nach ein paar Tagen eine Dose mit Müsli und viele kleine Augen blickten mich an, woraufhin ich die Dose samt Inhalt entsorgte. Ganz ähnlich halte ich es übrigens mit Lebensmitteln, die von Schimmel befallen sind, was gerade im Sommer häufig passiert, da der Schimmelpilz es warm und feucht liebt. Im Netz liest man oft, dass man nicht alles wegwerfen muss, was schimmelt, und bei bestimmten Sachen einfach nur die befallenen Stellen großzügig wegschneiden müsse. Mal ganz ehrlich: Abgesehen von Hartkäse würde ich persönlich dazu raten, nichts aufzuheben, was von Schimmel befallen ist, denn der Pilz durchzieht nicht nur unsichtbar oft das ganze Lebensmittel, sondern die Sporen der filamentösen Pilze verbreiten sich auch ordentlich durch die Luft. Also weg damit!

Besonders anfällig für Schimmel ist Brot. „Schimmeliges Brot ist selten von Vorteil“, sangen die legendären Foyer Des Arts schon 1985, und also reinige ich den Brotkasten, der unbedingt belüftet sein sollte, alle paar Wochen mit Essig und lasse ihn danach geöffnet trocknen. Währenddessen lagere ich meine Backwaren im Ofen und lege das Blech vorher mit Backpapier aus, damit das Brot nicht etwa den Geruch des Ofens annimmt. Obst, Tomaten und Paprika hingegen lege ich einfach in eine Schale und stelle sie an einen nicht zu sonnigen Platz.

Das Obst sollte allerdings an einem gut belüfteten Ort stehen und nicht zu nahe an Paprika und Tomaten, denn überreifes Obst verströmt eine Art Reifegas, das die Haltbarkeit von Gemüse deutlich verkürzt. Das gilt auch für Kartoffeln, die ohnehin am besten in einem trockenen und kühlen Kellerraum gelagert werden, sofern man in der glücklichen Lage ist, einen Keller zu haben. Ich habe ihn, allerdings lebe ich in einem Haus, das 1900 erbaut wurde, und mein Keller ist nicht trocken genug für die Aufbewahrung von Lebensmitteln. Außerdem wüsste ich nicht, wohin dann mit dem ausrangierten Mist.

Wer einen Keller hat, der kann neben Kartoffeln auch Obst darin aufbewahren, aber wie gesagt eben nur, wenn es einwandfrei ist. Die Früchte legt man dazu am besten in eine mit Zeitungspapier ausgelegte Kiste, und zwar so, dass sie sich nicht berühren. Verfügen Sie über keinen Keller, dann machen Sie es doch wie ich und verzichten Sie einfach auf den übermäßigen Genuss von Äpfeln und Co. und verlegen ihre Vitaminzufuhr auf den Verzehr von Gemüse! Ist ohnehin bekömmlicher.


Dieser Text ist in der Wochenendausgabe der Berliner Zeitung erschienen – jeden Sonnabend am Kiosk oder hier im Abo.

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„Schimmeliges Brot ist selten von Vorteil“ – wie man Lebensmittel richtig lagert - Berliner Zeitung
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„Blaue Zonen“: Sieben Lebensmittel essen Menschen, die besonders lang leben - FOCUS Online

In den sogenannten „Blauen Zonen“ leben die Menschen nicht nur länger, sondern oft auch gesünder. Einer der Hauptfaktoren für ihre Langlebi...