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Thursday, December 14, 2023

Schimmel: Diese Lebensmittel können Sie trotzdem noch essen - BILD

Es gibt kaum etwas Frustrierenderes, als voller Vorfreude sein Obst oder Brot auszupacken nur um dann festzustellen, dass es von Schimmelflecken überzogen ist.

Aber wussten Sie, dass es bei einigen Lebensmitteln tatsächlich nicht so schlimm ist, die Schimmelstellen einfach abzukratzen und sie weiterzuessen?

Vorsicht bei Körnern und Äpfeln

Lebensmittel, die offensichtlich verrottet sind oder gar Schimmelflecken aufweisen, sollten generell gemieden werden, so die Food Standards Agency (FSA). Diese Warnung gilt insbesondere für gefährdete Personengruppen wie Kinder, Schwangere, Personen über 65 Jahre und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem.

Die unsichtbare Gefahr

Besonders besorgniserregend sind Aflatoxine, also Gifte (auch Mykotoxin genannt), die von Schimmelpilzarten produziert werden. Diese können in verschimmelten Nüssen, Reis, Gewürzen, Pflanzenölen und sogar Kakaobohnen vorkommen. In höheren Dosen können Aflatoxine sogar lebensbedrohlich sein und wurden mit schweren Komplikationen, einschließlich Krebs, in Verbindung gebracht.

Auch Patulin, ein weiteres Mykotoxin, ist auf verrottenden Äpfeln zu finden und kann laut der Weltgesundheitsorganisation Übelkeit, Magen-Darm-Störungen und Erbrechen verursachen. Hier heißt es: Passen Sie besonders auf und schneiden Sie die Faulstellen großzügig ab.

Nicht jeder Schimmel ist gefährlich

Auch wenn nicht jeder Schimmelpilz die gleiche Gefahr darstellt, kann der Verzehr dennoch zu Unwohlsein führen. Dr. Fuchs betont, dass der sichtbare Schimmel auf der Oberfläche nicht das ganze Ausmaß des Problems darstellt. Die Schimmelsporen haben sich oft bereits tief im Inneren des Lebensmittels ausgebreitet.

Besonders weiche Lebensmittel wie Beeren, Marmelade, Weichkäse und natürlich Brot begünstigen das Eindringen von Schimmel. Die poröse Struktur von Brot macht es zu einem idealen Nährboden für die fadenförmigen Schimmelsporen, auch Hyphen genannt.

Wenn Sie also einen kleinen Schimmelfleck entdecken, könnte das gesamte Produkt betroffen sein, auch wenn die Oberfläche nur leicht verändert aussieht. Daher ist Vorsicht geboten!

Schimmel bei Hartkäse, Obst und Gemüse erlaubt!

Es gibt jedoch Licht am Ende des Schimmeltunnels: Hartkäse. Dichte Lebensmittel wie eben Hartkäse oder festes Obst und Gemüse sind widerstandsfähiger gegen das Eindringen von Schimmel. Dr. Fuchs empfiehlt, etwa 2,5 Zentimeter großzügig abzuschneiden – und zwar um die verschimmelte Stelle drumherum und auch unter ihr.

Der Verzehr von speziell für die Herstellung schimmelig gehaltenen Produkten ist hingegen unbedenklich. Ein Beispiel hierfür ist der Blauschimmelkäse, bei dem der Schimmel ein essenzieller Bestandteil des Geschmacks ist.

Der Blauschimmelkäse ist ohne Bedenken verzehrbar

Der Blauschimmelkäse ist ohne Bedenken verzehrbar

Foto: picture alliance / dpa-tmn

Insgesamt gilt: Im Zweifelsfall lieber auf Nummer sicher gehen und verdorbene Lebensmittel entsorgen. Denn auch wenn der Schimmel oft unsichtbar und klein erscheint, können die Konsequenzen für die Gesundheit groß sein.

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