Der Lebensmittel-Discounter "Aldi" will bis 2030 komplett auf Billigfleisch verzichten.
Man werde den Verkauf in mehreren Stufen umstellen auf Frischfleisch aus den höchsten Haltungsformen drei und vier, teilten Aldi Nord und Aldi Süd mit. Die Kunden seien für den Schritt bereit. Es gebe bei ihnen einen Bewusstseinswandel. Die Umsätze mit nachhaltig erzeugter Ware stiegen, hieß es. Ausgenommen bleiben sollen internationale Spezialitäten und der Bereich Tiefkühlware. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sprach von einem "Meilenstein" für die gesamte Branche. Der Deutsche Bauernverband forderte, Tierwohl müsse angemessen honoriert werden.
Die Einteilung in insgesamt vier Haltungsformen ist eine von der Lebensmittelwirtschaft selbst entwickelte Klassifizierung für Frischfleisch, die von großen Supermarktketten verwendet wird. Sie macht Vorgaben für die Art der Haltung von Nutztieren, vor allem den Mindestplatzanspruch in Ställen und Fragen des Zugangs zu Auslauf und Freilandflächen. Dazu kommen noch Vorgaben etwa zur Fütterung, zu Beschäftigungsmaterial für die Tiere und zur Gesundheitsüberwachung. Stufe eins entspricht dabei der Stallhaltung gemäß gesetzlicher oder branchentypischer Vorgaben, Stufe vier garantiert den Tieren unter anderem mindestens die doppelte Mindestfläche und ständigen Zugang zu Freigeländen. Futter muss ab Stufe drei gentechnikfrei sein. Laut Verbraucherschützern wäre Biofleisch in die vierte Stufe einzuordnen, die Klassifizierung ist aber kein Biosiegel. Das Fleisch kann auch konventionell erzeugt sein. Demnach handelt es sich zudem nicht um ein umfassendes ganzheitliches Tierwohllabel.
Diese Nachricht wurde am 25.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
Lebensmittel - Aldi will ab 2030 kein Billigfleisch mehr verkaufen - Greenpeace spricht von "Meilenstein" - Deutschlandfunk
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