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Friday, June 4, 2021

Welttag der Lebensmittelsicherheit rückt die globale Bedeutung hochwertiger Lebensmittel in den Fokus - Gütsel

Artikel vom 4. 6. 2021

Am 7. Juni 2021 findet zum dritten Mal der »Welttag der Lebensmittelsicherheit« (World Food Safety Day) der Vereinten Nationen statt. Das Motto des Aktionstages, dass sichere Lebensmittel Mensch, Planet und Wirtschaft unmittelbar und langfristig nutzen, geht alle etwas an. »Hochwertige Lebens- und Futtermittel täglich sicher bereitzustellen, ist eine große Herausforderung für alle Warenketten-Beteiligten«, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Anlässlich des World Food Safety Day macht er auf betrügerische Praktiken mit Lebensmitteln aufmerksam. „Absichtlich verfälschte Produkte stellen ein globales Problem dar und bergen oft gesundheitliche Risiken“, sagt Hensel. Das BfR forscht deshalb aktuell im Rahmen des EU-Forschungsprojekts MEDIFIT an innovativen Labor-Technologien, die Echtheitskontrollen und Rückverfolgungen grenzübergreifend verbessern sollen.

Kommt der Thymianhonig tatsächlich aus Spanien, wie es das Etikett anpreist? Wurde der Ziegenkäse aus Ziegenmilch hergestellt? Kurz: Steckt drin, was draufsteht? Häufig werden Produkte gestreckt, abgewandelt oder durch Zusätze absichtlich verändert – und falsche Angaben auf das Etikett gedruckt. Vor allem beliebte und teure Produkte bieten Kriminellen eine hohe Gewinnmarge. Die langen, globalen Warenketten erschweren es jedoch, die Betrüger zu überführen.

Um die Echtheit von Lebensmitteln sicherzustellen und die Rückverfolgbarkeit verbessern zu können, bedarf es deshalb komplexer Technologien im Bereich der chemischen Analytik und ebenso ausgeklügelter Software-Lösungen. An ihnen forscht das BfR im Rahmen von MEDIFIT zusammen mit elf Partnern aus Behörden, Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus Deutschland, Griechenland, Malta, Spanien, Tunesien und der Türkei. Der Startschuss des EU-Forschungsprojekts fiel im Juni 2020, weitere zwei Jahre läuft die Kooperation. Derzeit werden Analyseverfahren optimiert, erste Daten zusammengetragen und Grundlagen der IT-Anwendungen geschaffen.

Für das BfR steht die Weiterentwicklung sogenannter Fingerprinting-Verfahren im Fokus. Mit ihrer Hilfe kann die Zusammensetzung von Lebensmitteln genau bestimmt und ein individueller chemischer „Fingerabdruck“ ermittelt werden. Dabei kommen insbesondere spektroskopische Analyseverfahren zum Einsatz, die zunehmend auch bei Routinekontrollen von Lebensmitteln genutzt werden.

Mit Blick auf eine zukünftig gemeinschaftliche Anwendung der Fingerprinting-Verfahren zur Überprüfung der Lebensmittelechtheit bedarf es spezifischer Softwarelösungen, mit denen Produzenten, Lebensmittelhändler und Behörden ihre jeweiligen Analysedaten zusammen mit produktbegleitenden Informationen wie Etikett-Angaben verwalten und ebenso zwischen Systempartnern teilen können. Außerdem wird ein cloudbasiertes System entwickelt, mit dem sich die Mitglieder einer beliebigen Warenkette untereinander über Messwerte und passende Datenauswerteverfahren informieren können. Das Medifit-System orientiert sich dabei am Informationsbedürfnis der Verbraucherinnen und Verbraucher und wahrt stets die Eigentumsrechte der Dateneigner.

Medifit steht für »An Interlinked Digital Platform for Food Integrity and Traceability of relevant Mediterranean Supply Chains«. Der Schwerpunkt des Projekts liegt zunächst exemplarisch auf Waren aus den Produktgruppen Käse (in Salzlake) und Honig (zum Beispiel Thymianhonig). Koordiniert wird Medifit von der Aristotle University of Thessaloniki in Griechenland. Die Finanzierung erfolgt über die internationale Förderinitiative »PRIMA« (Partnership for Research and Innovation in the Mediterranean Area), die durch das Rahmenprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union für Forschung und Innovation unterstützt wird.

Weitere Informationen zu dem Medifit-Projekt unter https://ift.tt/2SV0PPQ …

Über den Welttag der Lebensmittelsicherheit

Im Jahr 2018 wurde der 7. Juni durch die 73. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York als »Welttag der Lebensmittelsicherheit« (»World Food Safety Day«) festgelegt. Seit dem Jahr 2019 macht der Aktionstag darauf aufmerksam, welche Bedeutung sichere Lebensmittel für den Schutz der Gesundheit haben. Die WHO schätzt, dass allein in der europäischen Region der WHO jährlich über 23 Millionen Menschen durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel erkranken.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

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Aldi und dm: Tests von Abfüllstationen auch in NRW gestartet – Lebensmittel, Waschmittel und mehr - Westfälischer Anzeiger

Aldi und dm starten mit Tests von Abfüllstationen.

© Uli Deck & Sebastian Gollnow/ dpa; Collage: RUHR24

Aldi und dm gehen in Sachen Umweltschutz voran. Beide Unternehmen testen vermehrt Abfüllstationen für Lebensmittel oder Waschmittel.

NRW – Unverpackt-Läden, die beispielsweise Müsli zum selber Abfüllen verkaufen, gibt es besonders in Städten immer mehr. Das berichtet RUHR24*.

Aber auch Discounter und Drogerien sehen den Bedarf an nachhaltiger und vor allem wiederverwendbaren Verpackungen. Daher starten Aldi und dm nun mit den ersten Abfüllstationen – auch in NRW profitieren Kunden*.

So führte dm zuletzt eine Abfüllstation ein, an der Kunden Waschmittel und Spülmittel von der dm-Eigenmarke Denkmit, Person und Pril in passende Flaschen abfüllen können. Eine Erstbefüllung einer Verpackung kostet je nach Produkt zwischen 85 Cent und 5,95 Euro. Die zweite Befüllung lohnt sich – sie ist günstiger. Aber auch Aldi startet nun mit einer Abfüllstation für Lebensmittel. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

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Geld für Lieferdienst Flink - Süddeutsche Zeitung - SZ.de

Der Lebensmittel-Lieferdienst Flink hat für seine Expansion Geld von Investoren eingesammelt und geht für den deutschen Markt eine Partnerschaft mit dem Rewe-Konzern ein. Rewe versorgt Flink nun exklusiv mit Lebensmitteln und sichert sich eine Minderheitsbeteiligung. Flink habe sich Investitionen in Höhe von 240 Millionen Dollar von neuen internationalen Geldgebern gesichert, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Darunter seien Investoren wie Prosus und Mubadala Capital. Rewe stellt selbst Lebensmittel zu. Flink ist indes in einem neuen Segment des Marktes tätig, das auf besonders schnelle Auslieferung abzielt: in weniger als zehn Minuten nach der Bestellung. Flink hat dabei Konkurrenten wie den Blitz-Lieferdienst Gorillas.

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Brotkäfer – Lebensmittel-Schädling erkennen und bekämpfen - Merkur Online

Rewe beteiligt sich an Lebensmittel-Schnelllieferdienst - RTL Online

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04. Juni 2021 - 10:09 Uhr

Köln (dpa) - Die Handelsgruppe Rewe baut ihr Engagement im Online-Lebensmittelhandel aus und steigt beim Schnelllieferdienst Flink ein. Rewe habe bei der jüngsten, 240 Millionen Dollar (198 Millionen Euro) umfassenden Finanzierungsrunde des Berliner Start-ups eine Minderheitsbeteiligung erworben und werde außerdem exklusiv die Warenversorgung von Flink übernehmen, teilte Rewe am Freitag mit.

Flink ist einer von mehreren Schnelllieferdiensten, die zur Zeit für Bewegung im Onlinehandel mit Lebensmitteln sorgen, indem sie die Lieferung der bestellten Ware mithilfe von E-Bikes beispielsweise innerhalb von 10 Minuten anbieten. Aktuell ist Flink bereits in 19 deutschen Städten aktiv. Bekanntester Konkurrent ist Gorillas. Finanziert werden die Start-ups überwiegend durch Wagniskapital.

Rewe-Chef Lionel Souque betonte, der Online-Lebensmittelhandel in Deutschland habe sich in der Corona-Krise verdoppelt. Rewe sehe sich als Marktführer mit seinen Liefer- und Abholangeboten gut positioniert. Doch sei zu erkennen, "dass sich das Liefergeschäft mit Lebensmitteln in Deutschland aktuell sehr stark ausdifferenziert". Neben umfassenden Vollsortiments-Anbietern wie Rewe mit bis zu 20.000 bestellbaren Artikeln träten Schnelllieferdienste, die eine kleinere Warenauswahl innerhalb weniger Minuten lieferten. Rewe wolle durch die Kooperation mit Flink von diesem Marktsegment profitieren.

© dpa-infocom, dpa:210604-99-858329/3

Quelle: DPA

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Mit der Choco-App können Restaurants Lebensmittel bestellen - WELT

Fast überall auf der Welt sind Cafés und Restaurants seit Monaten geschlossen. Einige halten sich noch mit Lieferessen über Wasser. Und obwohl das Berliner Start-up Choco genau diese krisengeplagten Lokale als Kunden hat, war es nach eigenen Angaben kaum von der Corona-Pandemie getroffen.

CEO Daniel Khachab hat die Firma Ende 2018 mit Julian Hammer und Rogerio da Silva Yokomizo gegründet. Über die App können Gastronomen ihre täglichen Bestellungen bei den Großhändlern aus ihrem Netzwerk aufgeben, eine Art Online-Supermarkt für Köche.

Direkt zum Start beteiligte sich Szenekopf Lukasz Gadowski gemeinsam mit Atlantic Labs. Ein Jahr später schnappte sich Choco 30 Millionen Euro, unter anderem vom Linkedin-Investor Bessemer Venture Partners.

Im Frühling 2020 gab es noch einmal 28 Millionen Euro vom New Yorker Hedgefonds Coatue und Target Global. Coatue machte etwa Gorillas kürzlich zum Unicorn. Bessemer hat hierzulande dem Fintech Mambu zur Milliardenbewertung verholfen.

245 Millionen Euro Außenumsatz im Krisenjahr

„Von der vorigen Runde haben wir noch kein Geld ausgegeben“, sagt CEO Khachab im Gespräch mit „Gründerszene“. In den vergangenen Monaten habe das Start-up stattdessen das Geld aus der Series A in sein Geschäft investiert. Nach dem ersten Lockdown vergangenes Frühjahr zog Choco für einige Wochen einen eigenen Lieferdienst für Privatpersonen auf, fokussierte sich dann aber schnell wieder auf die Gastro-Kundschaft.

Hauptaugenmerk seien lange Zeit die USA gewesen, vor allem Florida, sagt der Gründer. Dort waren die Restaurants nur kurz geschlossen. Vor der Pandemie sei Frankreich mit Paris der stärkste Markt gewesen. Als die Lokale dort wieder geöffnet wurden, habe Choco beispielsweise vermehrt in diese Region investiert.

Genauso lief es seinen Angaben zufolge in den anderen, mittlerweile rund 30 Städten weltweit, in denen der Service angeboten wird: Wurden in einem Gebiet die Restriktionen gelockert, habe Choco seine Dienstleistungen dort wieder ausgebaut. Auf diese Weise konnte das Team seine Verluste minimieren.

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Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Start-up eigenen Angaben zufolge 245 Millionen Euro Außenumsatz. Das heißt, über die App wurden Tomaten, Fisch und Wein in dieser Höhe bestellt. „Mittlerweile haben wir den Umsatz fast verdreifacht“, sagt Ex-Rocket Khachab. Beinahe jeder Monat des Jahres 2021 sei bislang ein neuer Rekordmonat gewesen.

Welcher Anteil des Erwirtschafteten tatsächlich bei dem Start-up hängen bleibt, verrät er nicht. Die App ist sowohl für Gastronomen als auch Großhändler kostenlos. Wollen die Lieferanten mithilfe von Choco auch Rechnungen erstellen oder Angebote verschicken, zahlen sie dafür. Derzeit nutzen über 10.000 Händler das Tool, mehr als 15.000 Gastronomen geben darüber Bestellungen ab.

Neuer Choco-CTO aus dem Valley

Um sich für die Zeit nach der Corona-Pandemie fit zu machen, hat das Gründerteam einen erfahrenen CTO an Bord geholt. Mitgründer und bisheriger Technikchef da Silva Yokomizo ist zurückgetreten, um die Stelle für Vikas Gupta freizumachen. Gupta hat bis 2014 bei Facebook als Teamlead gearbeitet, wechselte dann zu Uber und war zuletzt Director of Engineering bei Dropbox.

Den Kontakt habe Choco-Investor Jörg Heilig hergestellt, erzählt Khachab. Heilig war langjähriger Vice President bei Google und Uber, heute Berater und Business Angel. Heilig habe gerade „ein amerikanisches Angel-Ticket“ in die Gastro-App gesteckt, so Khachab. Das Investment wird auf einen siebenstelligen Betrag geschätzt.

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Und noch eine Stelle hatte Choco bis vor Kurzem mit einer prominenten Chefin besetzt: Eva Glanzer, die frühere Chief People Officer von Getyourguide, sei mehrere Monate Interims-Personalerin bei dem Berliner Start-up gewesen, erzählt CEO Khachab. Nun wechselt sie vorläufig zu N26, wie „Gründerszene“ berichtete.

Ihren Posten bei der Gastro-App soll nun eine andere hochkarätige Person von einem Unicorn übernehmen, erzählt er. Mehr will er aber nicht verraten. Der Neuzugang wird dann damit beschäftigt sein, sich um mehr als 180 Mitarbeiter zu kümmern und 60 Stellen zu besetzen, die aktuell ausgeschrieben sind.

Dieser Text stammt aus einer Kooperation mit dem Magazin "Gründerszene". Klicken Sie auf die Links, verlassen Sie welt.de und landen in den Artikeln bei gruenderszene.de.
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Forschungsgruppe "ErdHase" geht für sichere Lebensmittel an den Start - GESUNDHEIT ADHOC

Mönchengladbach – 04. Juni 2021

Für mehr Lebensqualität und Sicherheit von Allergiepatienten: Kooperationsprojekt des DAAB unter der Leitung von R-Biopharm verbindet klinisches, analytisches und produktionstechnisches Know-how

Bei Nahrungsmittelallergien gibt es für Patienten derzeit nur eine sichere Methode: Lebensmittel mit diesen Zutaten vermeiden. Das lässt jedoch den individuellen Schwellenwert jedes Patienten außer Acht und auch die Tatsache, dass Verarbeitungsprozesse die Allergenität der Zutaten verändern können. Um Werkzeuge zu entwickeln, mit denen das Potenzial von Allergieauslösung bereits im Lebensmittel erfasst wird, verbindet eine interdisziplinäre Forschungsgruppe jetzt klinisches, analytisches und produktionstechnisches Know-how. Der Projektname „ErdHase“ verweist auf die Klassiker unter den Allergieauslösern: Erdnüsse und Haselnüsse.

Erdnüsse und Haselnüsse sind die häufigsten und auch gefährlichsten Auslöser von Nahrungsmittelallergien. Die Reaktionen reichen von leichtem Hautjucken bis zu lebensbedrohlichen Herzkreislaufbeschwerden. Weltweit leiden darunter 4 Prozent der Bevölkerung. Bei der Verarbeitung von Erdnüssen und Haselnüssen in der Lebensmittelproduktion kann jedoch je nach Verfahren die Allergenität gesteigert oder verringert werden. Auch gängige Methoden zur Lebensmittelallergenanalyse ziehen diese Umstände zurzeit nicht in Betracht.

Deswegen hat jetzt eine Forschungsgruppe mit sieben Projektpartnern die beiden allergenen Lebensmittel gewählt, um beispielhaft zu untersuchen, wie mithilfe der Kombination verschiedener immunologischer Testsysteme die Sicherheit von Allergiepatienten verbessert werden kann – und zwar schon während der Lebensmittelherstellung. Projekt-Titel: „Identifizierung des allergenen Potentials von Erdnuss und Haselnuss in Lebensmittelverarbeitungsketten in Bezug auf Allergenität von Patienten“. Die etwas eingängigere Abkürzung: ErdHase.

„Erdnüsse und Haselnüsse gehören zu den prominentesten Auslösern von Nahrungsmittelallergien – die lebensbedrohend sein können. Unsere Vision ist, ein System von enormer Bedeutung für Patienten und Hersteller von Lebensmitteln zu erarbeiten, das die Lebensmittelindustrie in die Lage versetzt, allergiegeplagten Verbrauchern mehr Lebensqualität zurückzubringen“, sagte Dr. Susanne Siebeneicher, Projektleiterin bei der federführenden R-Biopharm AG, nach der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags.

Das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 2 Millionen Euro gefördert. Sein Ziel: Analytische Instrumente für das Management von Lebensmittelallergenen entlang der Wertschöpfungskette der Lebensmittelproduktion zu entwickeln. Dafür sollen klinische und serologische Profile von Allergikern erstellt werden, um bessere Vorhersagen zur Verträglichkeit von verarbeiteten Lebensmitteln treffen zu können. Mithilfe rekombinanter Antikörper, geklont aus den B-Zellen von Allergikern, soll ein Werkzeugkasten für die Lebensmittelanalyse entstehen, der direkt mit der Allergenerkennung bei Patienten verknüpft ist.

Für das Forschungsprojekt haben sich Partner aus Klinik, Analyse, Hochschule und Industrie zusammengeschlossen:

  • R-Biopharm – Projekt-Koordinator und Experte für die Entwicklung von Testkits zum Nachweis von Allergenen in Lebensmitteln und Charakterisierung von Allergiepatienten. Mit seinem qLINE® Testsystem können beim Patienten die Allergie auslösenden Allergene identifiziert werden – zur Klassifizierung von Allergikern und Charakterisierung von Patienten aus der klinischen Studie. Dr. Markus Böhl, Leiter F&E, Neue Technologien, bei R-Biopharm: „Ein wirksamer Schutz von Nahrungsmittelallergikern erfordert diagnostische Lösungen aus zwei Welten: der Lebensmittelanalytik und der klinischen Diagnostik. Mit dem Start des Projektes ErdHase werden wir die wissenschaftlichen Grundlagen und Konzepte schaffen, um diese beiden Geschäftsfelder zum Nutzen der betroffenen Patienten zu einer Gesamtlösung zu verschalten.“
  • Charité – Universitätsmedizin Berlin – Die Charité beteiligt sich an dem BMBF-geförderten Projekt mit zwei Kliniken, die Experten in der Forschung und Durchführung klinischer Studien zur Nahrungsmittelallergie mit jeweils gut charakterisierten Patientenkohorten im Kindes- und Erwachsenenalter sind. Projektleiterin Dr. Sabine Dölle-Bierke von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie betont: „Strikte Vermeidung bedeutet nicht nur Karenz, sondern auch eine starke Beeinträchtigung der Lebensqualität unserer Patientinnen und Patienten. Eine auf die Patientengruppe abgestimmte Lebensmittelanalytik eröffnet die Produktauswahl und steigert damit auch die Lebensqualität.“ Projektleiterin Prof. Dr. Kirsten Beyer von der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie mit Intensivmedizin ergänzt: „Die Charité ist für die Identifizierung und umfangreiche Charakterisierung der Patientenkollektive zuständig. Ziel der interdisziplinären Kooperation ist eine nachvollziehbare Deklaration auf den entsprechenden Lebensmitteln für unsere Allergikerinnen und Allergiker.“
  • Deutscher Allergie- und Asthmabund – Die größte Organisation für Patienten mit Nahrungsmittelallergien in Deutschland ist an mehreren nationalen und internationalen Forschungsprojekten beteiligt und wird neben der Patientenperspektive auch die Sichtweise allergologisch spezialisierter Ernährungsfachkräfte zur Thematik mit in das Projekt einbringen. Sabine Schnadt, Diplom-Ökotrophologin: „Als Patienten- und Verbrauchervertreter freut der DAAB sich, Partner in einem Projekt zu sein, welches medizinische und herstellungsbezogene Aspekte der Erdnuss- und Haselnuss-Allergie vereint. Als Schnittstelle sowohl zu den Patienten selbst, als auch zu Fachpersonal und Lebensmittelherstellern werden wir durch zielgruppenspezifische Erhebungen die Erfahrungen zum Umgang mit der Allergie bzw. den Allergenen und die Wünsche der Beteiligten aktiv mit in das Projekt einbringen.“
  • Hochschule Fresenius – Experte in der Produktion und Reinigung von Proteinen und deren Analyse. Prof. Dr. Klaus Schneider, Head of Institute for Biomolecular Research: „Nach einem Test ein Nahrungsmittel mit Nüssen verzehren…das ist das Ziel unseres Projekts für Menschen, die bisher wegen einer Allergie Nüsse komplett vermeiden müssen.“
  • Hochschule Geisenheim University, Institut für Lebensmittelsicherheit – Expertise in der Produktion und Analytik von definierten verarbeiteten Lebensmitteln mit engem Kontakt zu Lebensmittelherstellern. „Dieses Projekt repräsentiert ein Novum in der Entwicklung einer Allergennachweismethode, da sowohl die Herstellung der Lebensmittel als auch die Reaktion betroffener Patienten berücksichtigt wird“, sagen Prof. Dr. Simone Loos-Theisen und Prof. Dr.-Ing. Bernd Lindemann.
  • YUMAB GmbH – Expertise in der Entwicklung von rekombinanten Antikörpern, die die Immunantwort des Patienten anzeigen.

Dr. André Frenzel, Wissenschaftlicher Leiter bei der YUMAB GmbH: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Partnern aus Allergie- und diagnostischer Forschung und sind überzeugt, einen positiven Beitrag zum Werkzeugkasten für die Lebensmittelanalytik leisten zu können.“

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Forschungsgruppe "ErdHase" geht für sichere Lebensmittel an den Start - GESUNDHEIT ADHOC
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