Tafeln in der Not
Mehr Bedürftige – weniger Lebensmittel

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Seit Beginn des Krieges in der Ukraine hat sich die Zahl der Tafelkunden fast verdoppelt. Aktuell werden rund 600.000 Bedürftige in NRWs Tafeln versorgt. Der Organisation fällt es aber immer schwerer an genügend Lebensmittel zu kommen.
Land will helfen
NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) will die Tafeln im Land im kommenden Haushalt unterstützen. 1,6 Millionen Euro sind dafür 2024 vorgesehen: "Damit ist das für die Tafeln auch ein Stück Verlässlichkeit. […] Wenn einmal etwas richtig mit einer Haushaltsstelle im Haushalt steht, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass das auch eine Förderung ist, die es auch in den nächsten Jahren geben wird, relativ hoch. Und solange ich im Amt bin, wird es sowieso bleiben.", versprach der Minister heute in Dormagen. Dort wurde im Verteilzentrum der Tafel heute ein Förderbescheid übergeben. Mehr als eine Million Euro sollen in die Digitalisierung und in den Ausbau der Tafelinfrastruktur fließen. "Die Tafeln wollen etwas tun gegen Lebensmittelverschwendung und da passt es natürlich besonders gut zusammen, dass man Lebensmittel, die ansonsten nicht mehr in den Handel gehen, beispielsweise oder vom Verbraucher nicht genommen worden sind, weil es zu viele gab, auch wirklich an Bedürftige gibt für kleine Preise.", sagt NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen. Für Erwachsene kostet ein Einkauf bei der Tafel drei Euro - pro Haushalt sind es aber maximal sechs.
Verteilzentren sollen Lage verbessern
Der Förderbescheid kommt vom Sozial- und vom Landwirtschaftsministerium. Besonders die Verteilzentren der Tafeln sollen mit dem Geld ausgebaut werden. Bisher gibt es in NRW sieben davon. Unterm Strich sollen sie für mehr Lebensmittel bei den Tafeln sorgen. Denn durch die Zentren können auch große Spenden beispielsweise von Lebensmittelherstellern angenommen werden. "Eine regionale Tafel [kann] mit einem Sattelschlepper nichts anfangen, auch mit einer Palette Joghurt unter Umständen nicht, lagern wir das in den Verteilzentren quasi zwischen, um es dann in den Tranchen abzugeben an die regionalen Tafeln, die es brauch[en].", erklärt Petra Jung vom Landesverband „TAFEL Nordrhein-Westfalen e.V.“. Die Lebensmittel sollen dann in einer Art Online-Marktplatz katalogisiert werden. So könnten örtliche Tafeln künftig sehen, welche Lebensmittel in welchem Verteilzentrum bei Bedarf abholbereit sind.
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Beispiel: die Tafel in Grevenbroich
Auch die Tafel in Grevenbroich hat Schwierigkeiten ihre Kunden zu versorgen. Trotzdem bemühen sich rund 70 Angestellte die Bedürftigen – gerade auch an den Feiertagen – zu versorgen. Zweimal die Wochen kommen etwa 300 Kunden zur Ausgabe. Eine von ihnen ist Marianne Hermann. Die 68-Jährige hat nur eine kleine Rente und ist deshalb seit zehn Jahren Tafel-Kunde: "Die haben sehr gutes Gemüse und Kartoffeln, also fast alles außer Fleisch. Also man bekommt ja keine Gans oder eine Pute, die muss man schon selber kaufen. Aber die Grundnahrungsmittel wie Kartoffeln und Gemüse Salat, die bekommt man hier und die sind gar nicht so schlecht." In der besinnlichen Zeit des Jahres gibt es in Grevenbroich für Kunden auch eine Weihnachtsfeier und besondere Verpflegungstüten für die Feiertage, mit vielen haltbaren Lebensmitteln. Außerdem verteilt das Team kleine Geschenke für die Kinder. In diesem Jahr hat Tafel-Chef Wolfgang Norf aber selbst einen großen Weihnachtswunsch: "Wir haben also jetzt vor Weihnachten die Kündigung zum 30. Juni des kommenden Jahres bekommen, suchen jetzt ganz dringend bezahlbare Räumlichkeiten. Wir haben hier das Glück gehabt zwölf Jahre lang und haben zu einem guten Preis gute Räumlichkeiten gehabt. Und das ist jetzt schwer wiederzufinden."
Tafeln in der Not: Mehr Bedürftige – weniger Lebensmittel - RTL.de
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